Blog_01 : Was ist ChangeLifeCoaching?

Post 01 : Was ist ChangeLifeCoaching?

 

Seit 2.1.2012 bin ich selbständig.

Vorher habe ich 30 Jahre für die Zurich Gruppe Deutschland gearbeitet, national und international.
In unterschiedlichen Rollen, in Projekten und in der Linie auch ca. 15 Jahre als Führungskraft.

ChangeLifeCoaching ist der Name meiner Firma.
Und es beschreibt meine Mission: Menschen zu helfen, die ihr Leben ändern wollen oder müssen.
Dabei habe ich weder medizinische noch psychotherapeutische Kenntnisse.

Meine Homepage:
http://www.changelifecoaching.com/
Den Inhalt meiner Homepage ändere ich nicht sehr oft.

Für das Tagesgeschäft nutze ich meine Facebookseite:
http://www.facebook.com/Charlieheinz/posts/219762138150182?ref=notif&notif_t=like#!/ChangeLifeCoaching
Hier sammele ich Informationen aus dem Internet, die mit meiner Arbeit zu tun haben.

Nach 30 Jahren kontinuierlicher Erfahrung, Lernen und Lehren beziehe ich mein Wissen für meine Arbeit aus
- Selbstmanagement [Wer bin ich und was will ich wirklich?]
- Projektmanagement [Wie arbeite ich?]
- Beziehungsmanagement [Wie gestalte ich meine Beziehung zu anderen Menschen?]

Mit dem Fokus auf persönliche und soziale Kompetenzen.

Fach- und Methodenwissen sind Vorbedingungen für exzellente Arbeit.
Exzellenz selbst kommt mit den persönlichen und sozialen Kompetenzen.
Hier kann ich meine eigene Basis zusammenfassen unter Positive Psychologie und der neueren, weltweiten Empathiebewegung.

 

Ich möchte diesen Blog für meine inhaltliche Arbeit benutzen.
Hierbei greife ich auf die auf meiner Facebookseite genannten Quellen zurück.

Wenn ich früher von meinen Managern nach meinen Karrierezielen gefragt wurde, waren sie gewöhnlich über meine Antwort erstaunt:
Ich möchte von immer mehr Menschen zu immer mehr Themen als Experte um Rat gefragt werden.
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Post 02 : Ein minimalistischer Lebensweg


Sie wurden als Tochter oder Sohn geboren.
Vielleicht waren Sie auch zugleich Enkeltochter oder Enkelsohn.
Und vielleicht auch ein Bruder oder eine Schwester.

Und Sie waren von Anfang an Mitglied Ihres sozialen Umfeldes.
Es bedurfte vermutlich nur einer kurzen Zeit und Sie waren schon Staatsbürger und möglicherweise auch Angehöriger einer Religion.

Sie wurden ein Schüler, möglicherweise auch Student.
Wurden Angestellter oder selbständiger Unternehmer.
Und so weiter.

Als Kind erhalten Sie bereits etliche Rollen, ohne sie selber wählen zu können.
Das ist normalweise kein Problem, weil Sie in ihren Rollen als Kind ja nicht direkt aktiv werden müssen. Ihre Eltern erledigen für Sie, was zu tun ist.
Mit zunehmendem Alter ändert sich das: Sie selbst übernehmen die Verantwortung für das, was aus Ihren Rollen heraus zu tun ist. Beispiel: Sie besorgen sich selbst Ihren ersten Personalausweis.

Wenn Sie später mobil sein möchten, denken Sie vielleicht darüber nach, ein Auto zu kaufen:
Sie wollen ein Autofahrer werden. Also besuchen Sie eine Fahrschule, absolvieren Ihre Fahrprüfung und haben nun eine zusätzliche Rolle: Autofahrer. Vielleicht sind Sie danach auch unmittelbar ein Autobesitzer. Beide Rollen sind mit neuen Verantwortungen und Aufgaben gekoppelt.

Zusammengefasst:
Abhängig vom sozialen Umfeld, in das Sie hineingeboren werden, übernehmen Sie automatisch einige Rollen, die Sie sich nicht selber ausgesucht haben. Diese Rollen sind mit Aufgaben und Verpflichtungen verbunden. Ihre Mitmenschen erwarten, dass Sie diese Aufgaben erfüllen und Ihren Verpflichtungen nachkommen. Zuerst tun das Ihre Eltern für Sie, später Sie selbst.
Je älter Sie werden, desto mehr Rollen kommen dazu – freiwillig oder unfreiwillig; z.B. Autofahrer oder Steuerzahler.

Können Sie nachvollziehen, was ich mit „minimalistischem Lebensweg“ meine?
Das wäre ein Leben, das Sie führen würden nur unter Wahrnehmung derjenigen Rollen, die Sie wahrzunehmen gezwungen sind. Als Kind haben Sie keine Chance. Ihre Eltern übernehmen für Sie die entsprechende Verantwortung. Später haben Sie die Verantwortung, Ihre Rollen „richtig“ wahr zu nehmen. Sie müssen für sich entscheiden, wie Sie damit umgehen wollen.
Tun Sie das nicht, entscheidet jemand anders für Sie.
Und damit sind Sie möglicherweise nicht glücklich.

Hier ein Beispiel, wie Sie diesen Überlegungen auch mit Bildern „zu Leibe rücken“ können:
http://www.facebook.com/media/set/?set=a.408458969213115.97330.255133717878975&type=1

In meinem nächsten Posting beschreibe ich den Unterschied zwischen „Die Welt passiert mir“ und „Ich passiere der Welt“.

 

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Post 03 : Mir passiert die Welt

Lassen Sie uns nochmal auf die Rollen schauen:
Wenn Sie das Leben leben, was man von Ihnen erwartet zu leben und was Sie auch leben wollen, dann werden Sie eine Menge Rollen in Ihrem privaten wie in Ihrem Berufsleben wahrnehmen.

In Ihrem privaten Leben sind sie z.B. nach wie vor ein Sohn und auch noch Enkel. Aber nun sind Sie auch Ehemann und Vater. Möglichweise sind sie auch ein Hausbesitzer und vielleicht spielen Sie eine Rolle in Ihrem örtlichen Kindergarten.

In Ihrem Berufsleben sind Sie inzwischen Leiter einer 10-köpfigen Abteilung und Coach eines Ihrer Führungskräfte Kollegen.

Eines Tages fühlen Sie sich schlecht: Es wir Ihnen zu viel, alles wächst Ihnen über den Kopf, sie machen jede Menge Überstunden und haben Stress zuhause. Ihre Freunde im Kindergarten fragen auch nach Ihnen.

Sie sind momentan also nicht glücklich mit Ihrem Leben und wissen nicht so recht, wie es weitergehen soll. Ihrer Frau sagen Sie „Das ist mir alles zu viel. Die ganze Welt passiert mir auf einmal; jeder will was von mir und ich weiß überhaupt nicht, womit ich als erstes weitermachen soll“.

In etlichen Fällen mag es hilfreich sein, wenn Sie jemand an die Hand nimmt, Sie zum Einhalten bringt und Sie mal aus 20 m Höhe auf sich selbst schauen lässt. Möglicherweise empfiehlt Ihnen Ihr Chef den Besuch eines Zeitmanagement Seminars. Und zwei Wochen später sind Sie stolzer Besitzer eines in schwarzes Leder gebundenen Time Management Systems.

Aber, wie wir alle wissen, kann die Situation aus weitaus schlimmer sein: Alkohol kann eine Rolle spielen oder möglicherweise nehmen Sie auch Psychopharmaka. Und natürlich lautet die Diagnose Burnout und nicht etwa Depression. Und man bittet Sie, doch etwas sorgsamer auf Ihre Work-Life-Balance zu achten.

So, im Normalfall beginnen Sie, Ihr Leben zu reparieren und folgen den Ratschlägen Ihrer Frau, Ihres Arztes und dem Ihres Chefs und vielleicht auch dem Ihres Coaches. Nun passiert Ihnen die gute, die hilfreiche Welt.

Aber, nach einem Jahr, erleben Sie das gleiche erneut und empfinden Ihre Welt als Hamsterrad. Es geht immer so weiter. Nur die Reparaturzeiten, die Sie benötigen, dauern länger und länger.

Zusammengefasst:
Sie haben Ihre Rollen, kommen Ihren Rollenverantwortungen nach und erledigen Ihre Aufgaben mehr oder weniger re-aktiv, so, wie man es von Ihnen erwartet. Manchmal tun Sie zu viel und fühlen sich überfordert. Sie stellen fest, Sie leben das Leben der Anderen, aber nicht ihr eigenes Leben.

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 Post 04 : Rollen und Ziele [1]

Sie erinnern sich?
Sie sind sich Ihrer Rollen wohl bewusst.
Und Sie wissen, wieviel Zeit Sie normalweise in Ihren Rollen verbringen.
Aber Sie sind nicht glücklich und sind erschöpft.
Und Sie wissen: Nur Sie können daran etwas ändern.

Nun ist es ganz natürlich, dass Sie Ihre persönliche Veränderung mit der Feststellung beginnen:
„Also…X und Y will ich nicht mehr länger machen“.
Z.B. wollen Sie keine Zeit mehr für den Kindergarten investieren.
Oder Sie sagen sich „Ich muss mit meinem Chef reden, ich kann meinen Kollegen nicht länger coachen.“

Wenn Sie so verfahren, ändern Sie Ihre Verwendung von Zeit.
In der Hoffnung, dass Sie mehr Zeit für sich selbst gewinnen, für andere Aktivitäten.
Hoffnung oder Wissen?

Sie haben sich entschieden, nicht länger für den Kindergarten und nicht länger als Coach zu arbeiten.
Aber was war Ihre Motivation für gerade diese Entscheidungen?
Sind Sie sich darüber wirklich im Klaren?
Waren es nicht Entscheidungen aus Ihrer momentanen Situation und Ihren Gefühlen heraus?
Und sind Sie sich wirklich sicher, dass Sie zu mehr Zeit für sich selbst gelangen?

Was ich sagen möchte: In beiden Fällen haben Sie ein negatives Ziel formuliert: „Ich will…nicht länger…“ Ihre primäre Motivation ist, Zeit zu gewinnen und sich besser zu fühlen.

Viele Menschen stoppen an dieser Stelle.
Und vertrauen sich selbst, dass ihre Entscheidung zu dem gewünschten Resultat führt.
Ja. Sie haben aufgehört, ihre Zeit in den Kindergarten und das Coaching zu investieren.
Aber in den meisten Fällen haben Sie dadurch keine Zeit für sich selbst gewonnen.
Die gewonnene Zeit ist wieder mit Aktivitäten gefüllt, die dringend sind, aber eben nicht wichtig:

Dringend:            wichtig für Andere
Wichtig :              wichtig für Sie selbst

Nehmen Sie ein anderes Beispiel für ein negatives Ziel:
„Ich möchte nicht mehr länger so dick sein.“
Möglicherweise haben Sie sich so Ihrer Frau gegenüber geäußert in der Neujahrsnacht ;-)

Es gibt viele Wege, dieses Ziel zu erreichen: Sie können aufhören, Bier zu trinken, Sie können weniger essen, Sie können anfangen Sport zu treiben, Sie können (wieder) mit dem Rauchen anfangen etc. etc.
Normalerweise ist aber Ihr Wille, dies zu tun nicht sehr stark und Ihre Motivation gering.

Von daher sind wir jetzt an einem Punkt angelangt, wo Sie sich die Frage stellen können:
Was will ich eigentlich wirklich?

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Post 05 : Rollen und Ziele [2]

Was will ich wirklich?
Seien wir ehrlich: Normalerweise nehmen wir uns für Antworten auf eine solche Frage nicht viel Zeit, oder? Natürlich kennen wir alle solche Antworten wie „Ich will ein neues Auto…Ich möchte geliebt werden….Ich möchte mehr Geld…oder Ich möchte nach Hong Kong reisen etc. etc“

Das sind die Antworten auf Fragen der Art: „Was wünsche ich mir?“
Und diese Wünsche zu realisieren, fällt normalerweise nicht so schwer.
Es kommt auf die vorhandenen Ressourcen an.

Und nochmal: Für viele Menschen sind Antworten auf diese Art von Fragen absolut ausreichend, um ein glückliches Leben zu leben. Und das ist auch absolut OK so.
Aber die Frage ist: Was will ich wirklich?
Und das meint in der Tat ein bisschen mehr.

Diese Frage ist eng verbunden mit den Fragen „Wer bin ich?...Was ist mein Lebenszweck?...Warum bin ich auf der Welt?“ oder in einer eher geschäftsmäßigen Formulierung: „Was sind meine Mission?...meine Vision?“
Wer bin ich? Und habe ich eine Vision für mein Leben?

Das hat mit Esoterik überhaupt nichts zu tun.
Viele Menschen haben eine Vision für ihr Leben. Ich bin sicher, Steve Jobs hatte eine und andere ebenfalls. Nicht alle von ihnen wurden oder sind berühmt. Andere spielten eine grauenhafte Rolle in der Geschichte, denken wir an die Fanatiker, die die Vision hatten, alle Hexen auf der Welt zu vernichten.
Martin Luther King „hatte einen Traum“. John F. Kennedy hatte die Vision, zum Zeitpunkt seiner Formulierung im Lauf von 10 Jahren Amerikaner auf den Mond zu bringen.
Alle diese Menschen strebten (und streben) nach etwas Höherem, als sie selbst waren oder sind.

Werfen wir einen Blick auf unsere wunderbare Businesswelt:
Mitarbeiter werden von ihren Führungskräften aufgefordert, für das nächste Jahr „SMART“e Ziele zu formulieren. Was heißt SMART?

S             schriftlich
M           messbar
A            attraktiv
R            realistisch
T             terminiert

Das ist schon ein bisschen mehr.
Vergleichen Sie die beiden Sätze „Ich möchte nicht mehr länger so dick sein“ und „Ich möchte innerhalb der nächsten 5 Monate mein Gewicht von 85 auf 75 kg reduzieren“.

Merken Sie den Unterschied?
Der zweite Satz ist eine gute, eine SMARTe Zielbeschreibung. Der Vorteil: Sie ist sehr konkret. Sie ist positiv formuliert. Und sie erzeugt ein positives Bild im Kopf. Auch kann ich unterwegs immer prüfen, ob ich auf dem richtigen Weg bin. Wenn dem so ist, steigt fast automatisch meine Motivation, weiter zu machen.
Wenn Sie mehr über SMARTe Ziele erfahren wollen, empfehle ich Ihnen, zu googeln. Sie finden weitere lesenswerte Aussagen darüber, z.B.
http://topachievement.com/smart.html

Kommen wir zum Schluss auf die eingangs gestellte Frage zurück: Was will ich wirklich?
Will ich wirklich eine bessere Performance bis zum Ende nächsten Jahres?
Will ich wirklich die Verantwortung für die Organisation von 4 Partys im Kindergarten übernehmen?
Will ich wirklich ein Doktor der Philosophie werden?

Ich bin sehr davon überzeugt, dass die richtige Antwort viel damit zu tun hat, zu klären, was Sie langfristig glücklich macht, sie immer wieder aufblühen läßt.

 

Interessiert?
Bleiben Sie am Ball ;-)

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Post 06 : Rollen und Ziele [3]

Was will ich wirklich?
Diese Frage hat viel damit zu tun, was mich auf lange Sicht glücklich macht.

Stellen Sie sich einmal vor, dass es Sie glücklich macht, wenn Sie eine Menge im Internet recherchieren, eine Zusammenfassung und ein erläuterndes, maximal 10-seitiges, „White Paper“ für Ihr Management verfassen müssen.
Sie sind bekannt (und anerkannt) dafür, der eine qualitativ hochwertige Recherche in kurzer Zeit durchführt, über journalistisches Talent verfügt und immer in einer Empfänger-orientierten Sprache schreibt.
Sie sind geachtet als sehr kompetenter Spezialist.
Und diese Art von Aufgabe, zusammen mit der Anerkennung, die Sie erhalten, gibt Ihnen eine hohe intrinsische Motivation. Wann immer Sie die Gelegenheit haben, eine solche Aufgabe wahr zu nehmen, sind Sie sehr zufrieden und fühlen sich glücklich.

Oder Sie lieben es, zu fotographieren.
So wie ich selbst.
Ich habe verschiedene Reisen unternommen, unter anderen 2009 nach Chile.
Und ich hatte meine kleine digitale Taschencamera dabei.
Als ich zurück war, hatte ich die Idee, einige der Fotos meinen Nachbarn zu zeigen.
Ich wusste, dass sie Interesse hatten, mehr von meiner Reise zu hören.
So entschied ich mich, einen Vortrag von maximal 1 Stunde auszuarbeiten.

Meine Frau und ich luden unsere Nachbarn ein. Es gab ein chilenisches Essen und ich hielt meinen Vortrag mit Laptop und Beamer. Und erhielt viel Beifall.
So wurde ich sehr motiviert, meine bisher auf Reisen beschränkte Fotographie zu professionalisieren und heute macht auch das mich glücklich.

Sie erinnern sich, was ich in meinem ersten Post geschrieben habe? Bezüglich meiner Karriereziele? Bei der Zurich? „Von immer mehr Menschen zu immer mehr Themen als Experte zu Rate gezogen werden.“
Das bin wirklich ich. Das ist mein übergeordnetes Ziel. Das ist es, warum und wofür ich lebe.
Und das tun, macht mich immens glücklich.

Das will ich erreichen mit meiner Firma changeLifecoaching.
Und so biete ich Beratung, Coaching und Training in Selbst-, Projekt- und Beziehungsmanagement an.
Das zu tun, ist mein Leben. Und ich tue dies mit einer sehr hohen intrinsischen Motivation.
Weil es meinem Daseinszweck entspricht. Weil es meinem höchsten Wert entspricht.

Und deshalb nenne ich das auch nicht „Arbeit“.
Denn was ich liebe zu tun, wofür „ich brenne“ und was mich glücklich macht, ist nicht „Arbeit“.
Und deshalb benötige ich auch keine „work-life-balance“

Zusammengefasst:
Ich hoffe, ich konnte den engen Zusammenhang zwischen Zielen, Glück und Motivation aufzeigen.

In meinem nächsten Post möchte ich auf zwei sehr wertvolle Quellen zu Motivation und Glück eingehen.

Bleiben Sie dran ;-)

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Post 07 : Rollen und Ziele [4]

Mehr über Motivation und Glück.

Um mehr über Motivation zu lernen, empfehle ich folgende Lektüre:

http://www.amazon.de/Wer-bin-will-wirklich-Reiss-Profile/dp/3868810331/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1345927323&sr=1-1
und

http://www.amazon.de/Das-Reiss-Profile-Lebensmotive-Bed%C3%BCrfnisse/dp/3869360003/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1345927323&sr=1-2

Steven Reiss ist Professor für Psychologie und Psychiatrie an der Ohio State University.
In seinen Büchern beschreibt er 16 Motive, die unserem Leben Sinn verleihen.
Die unterschiedlichen Ausprägungen in diesen 16 Motiven machen unsere Einzigartigkeit, unsere Individualität aus. Sie beschreiben, in diesem Modell, wer wir sind.

Hier zum Beispiel das Ergebnis für mich selbst:
http://www.facebook.com/ChangeLifeCoaching/posts/405924382799907
Leider nur die Englische Variante.
Aber etliche Freunde haben bestätigt: Ja, Charlie. Das bist wirklich du.

Professor Reiss schreibt über „Werte-basiertes Glück“:
Das persönliche Profil deiner Motive zeigt dir auf, was du tun musst, um glücklich zu leben.

Er macht darüber hinaus eine sinnvolle Unterscheidung zwischen „Wohlfühl-Glück“ und „Wertebasiertem Glück“. Sie erlangen ein (kürzerfristiges) Wohlfühl-Glück, wenn Sie sich etwas Schönes kaufen, oder vielleicht, wenn Sie Drogen nehmen oder kurzfristig auf eine einwöchige Reise gehen etc. Manche Menschen sind glücklich, wenn sie in schneller Abfolge und häufig Wohlfühl-Glück erleben.

Sie erlangen aber Wertebasiertes Glück, wenn Sie gemäß Ihren Lebensmotiven, ihren Werten, leben.
Wertebasiertes Glück ist langfristig, Sie brauchen es nicht Tag für Tag. Es ist die Art von Glück, das Sie aus dem Sinn Ihres Lebens schöpfen.

 

Um mehr über Glück zu lernen, oder darüber, wie Sie „aufblühen“ können, empfehle ich die Lektüre von:
http://www.amazon.de/Flourish-Menschen-aufbl%C3%BChen-Psychologie-gelingenden/dp/3466309344/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1345928368&sr=1-1

Professor Martin Seligmann ist Präsident der „American Psychological Association“ und der Begründer der „Positiven Psychologie“.

 

Er und sein Team haben herausgefunden, dass es fünf relevante Faktoren für unser Wohlbefinden gibt:

P             positive emotions                           Positive Gefühle
E             engagement                                    mit seiner jeweiligen Arbeit “eins sein“
R            relationships                                    Beziehungen zu anderen Menschen
M           meaning and purpose                    Sinn und Zweck
A            accomplishment                             Ergebnisse, Resultate erzielen.

Dies sind – so Prof. Seligman – 5 verschiedene     und messbare Faktoren, die massiv zu unserem Wohlbefinden beitragen.
Keiner von ihnen alleine macht Wohlbefinden aus, aber jeder trägt dazu bei.
Wenn Sie also aufblühen wollen, sollten Sie möglichst viel von diesen 5 Faktoren in Ihrem Leben realisieren.     

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Post 09 : Zurück zu den Rollen

Die Stationen auf dem bisherigen Weg:
1. Finden Sie all Ihre aktuellen privaten und professionellen Rollen.
2. Finden Sie heraus, wieviel Zeit Sie für jede Rolle aufwenden.
3. Fragen Sie sich, ob Sie mit dem Ergebnis zufrieden/glücklich sind oder nicht.
4. Falls nicht, bereiten Sie Ihren persönlichen Veränderungsprozess vor.
5. Finden Sie heraus, was Sie am meisten in ihrem Leben motiviert und
6. Finden Sie heraus, womit Sie sich am wohlsten fühlen, womit Sie glücklich sind.

Schauen Sie jetzt wieder auf Ihr Rollenprofil:
Was wollen und werden Sie verändern?
- vielleicht möchten Sie einige Rollen nicht mehr länger wahrnehmen?
- vielleicht möchten Sie neue Rollen übernehmen?
Ihr neues, verändertes Rollenprofil sollte an Ihren Motivationen ausgerichtet sein.
Investieren Sie Ihre meiste Zeit in Aktivitäten und Aufgaben in denjenigen Rollen, die Ihnen am
meisten Wohlbefinden einbringen. In Ihrem privaten und in Ihrem Berufsleben.

Beispiel: Ihre Eltern werden älter und Sie stellen fest, dass sie Hilfe benötigen.
Vielleicht finden Sie heraus, dass ein Großteil Ihres wertebasierten Glücks daraus resultiert, sich um Ihre Eltern zu kümmern. Wenn Sie es also wirklich ernst meinen, werden Sie mit Ihrer Familie und Ihrem Arbeitgeber die notwendigen Änderungen besprechen und vereinbaren müssen.
Ihre neue Rolle ist jetzt „Versorger meiner Eltern“.

Oder Sie finden in Ihrem Berufsleben heraus, dass es Ihnen Spaß macht, andere zu unterrichten.
Dementsprechend sprechen Sie mit Ihren Führungskräften und versuchen, sie zu überzeugen, dass Sie Ihrer Firma in der Rolle „Trainer“ mehr Nutzen stiften können als in Ihrer aktuellen Rolle in der IT.
Nehmen wir an, Ihre Verhandlungen sind erfolgreich. Sie haben jetzt eine neue Rolle als Trainer, eine Rolle, die Sie aufblühen lässt.

Bedenken Sie, dass solche Veränderungen Ihres Rollenprofils im Regelfall nicht dringend sind.
Und da wir in diesem Zusammenhang nicht von Wohlfühl-Glück, sondern von wertebasiertem Glück sprechen, nehmen Sie sich Zeit für Ihren persönlichen Veränderungsprozeß.

Was Sie beabsichtigen, resultiert NICHT aus Egoismus.
Sie haben das Recht, ein glückliches Leben zu führen. Und es ist richtig, wenn Sie alles daran setzen, ein glückliches Leben zu führen, solange Sie niemanden anderen das gleiche Ziel nehmen.

Soweit ist das Resultat Ihrer Bemühungen ein neues Rollenprofil, dessen Aufgaben und Aktivitäten mehr und mehr zu Ihrem Wohlbefinden beitragen, zu einem Leben mit einem Mehr an wertebasiertem Glück.

In meinem eigenen Fall fand ich heraus, dass folgende Rollen für mich wichtig sind:
- Berater, Coach und Trainer
- lebenslanger Lerner
- Photograph
- Dialogpartner, der sich fließend in Französisch unterhalten kann
- weltweit Reisender
- Ehemann, Vater, Freund
- Jemand, der Gutes tut

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Post 10 : Zurück zu Zielen

Jetzt steht die Definition Ihrer „wertebasierten Glücksprojekte“ an.

Sie wissen jetzt: Die meisten Ihrer Aktivitäten und Aufgaben, die Sie in Ihren neuen, bzw. modifizierten Rollen wahrnehmen, werden zu ihrem wertebasierten Glück beitragen.

Hier macht es durchaus Sinn, zunächst eine Langzeitperspektive einzunehmen.
Ihre Frage könnte also lauten: Bezüglich meiner Rolle X – was möchte ich in dieser Rolle nach Ablauf der nächsten 10 Jahre erreicht haben?
Oder mit anderen Worten: Was ist ein SMARTES Langzeitziel für meine Rolle X ?

Nehmen wir mein Beispiel „Photograph“:
Nach Ablauf der nächsten 10 Jahre – von heute an – möchte ich mindestens 3 erfolgreiche Ausstellungen in drei Europäischen Metropolen erlebt haben. Erfolgreich heißt….

Nehmen wir mein Beispiel „Trainer“:
Nach Ablauf der nächsten 10 Jahre – von heute an – habe ich kontinuierlich die Anzahl meiner Trainingstage pro Jahr von heute 30 auf dann 90 erhöht.

Nehmen wir das Beispiel „weltweit Reisender“:
Nach Ablauf der nächsten 10 Jahre – von heute an – möchte ich je 6 Wochen mit meiner Frau in Neu Seeland, Südamerika, Kanada und Norwegen verbracht haben.

Sie sehen: Die drei Beispiele definieren „große“ Ziele. Groß und SMART.
Sie beschreiben bezüglich dreier Ihrer (oder meiner) Rollen das große Bild, die Vision.
Sie ahnen vermutlich, dass es eine Menge zu tun gibt, um diese Ziele Wirklichkeit werden zu lassen. Nicht nur wenige Aktivitäten, sondern derer viele.

Und dies ist der Grund, warum ich hier von „wertebasierten Glücksprojekten“ spreche,

Warum genau Projekte?
Weil es sich um etwas für Sie Neues handelt. Weil es keine Erfolgsgarantie gibt. Weil der Weg zur Zielerreichung geplant werden muss. Weil Sie vermutlich die Unterstützung anderer Menschen benötigen. Weil Sie Ihr eigener Projektmanager sind: Sie tragen die Verantwortung dafür, Ihre Ziele zu erreichen, niemand sonst. Sie müssen pro-aktiv sein und sich in die richtige Richtung bewegen.

Aber bedenken Sie immer: Sie müssen das nicht tun. Glücklich zu sein ist keine Pflicht.

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Post 11 : Ich passiere der Welt

Das Leben als ein Bündel wertebasierter Glücksprojekte?
In meinem letzten Posting sprach ich über die Idee, die großen Ziele als Projekte zu betrachten
Um Ihre großen Ziele zu realisieren, gilt es „to plan the work“ und „to work the plan“ -
Planen UND Ausführen.

Entsprechend der Anzahl der Rollen, die Sie für sich gefunden haben, Rollen, die Ihnen wertebasiertes Glück bringen werden, Sie aufblühen lassen, werden Sie mehrere miteinander verbundene Projekte zu bearbeiten haben. Und Ihre großen Ziele entwerfen Sie z.B. entlang einer 10-Jahres Perspektive.

Sie können nun auf jedes Ihrer Projekte schauen und sich sogenannte Unterziele formulieren: Was muss ich bezüglich Ziel A in 5 Jahren, was muss ich in 1 Jahr erreicht haben, um sicher zu stellen, dass ich auf dem richtigen Weg bin? Sie könnten natürlich genauso gut 9, 6 und 3 Jahre wählen.
Egal, welche Unterteilung Sie wählen: Sie wird Ihnen helfen, konkreter, praktischer zu werden.

Nehmen wir wieder mein Beispiel des Photographen:
Das 5-Jahresziel könnte z.B. lauten, bis dahin Experte im Gebrauch der entsprechenden Camera und der zugehörigen Bildbearbeitungs-Software zu sein, sich eine profunde Kenntnis über Photographie im Allgemeinen angeeignet und (weiterhin) Fotos im Internet publiziert zu haben.

Als 1-Jahresziel könnten Sie sich gesetzt haben, Camera und Software sowie erste Literatur über Photographie angeschafft zu haben.

Nun könnte es natürlich sein, dass Sie feststellen, dass die Realisierung Ihres 1-Jahresziels Ihre finanziellen Möglichkeiten übersteigt. Also werden Sie parallel auch Ihre anderen Projekte betrachten und sicherlich mit Priorität diejenigen, die Ihnen zusätzliches Geld einbringen.

Sie werden also Ihre Projekte priorisieren und ausbalancieren müssen. Ihre Projekte hängen voneinander ab und Sie müssen sich genau überlegen, was zuerst zu tun ist.

Sie denken vielleicht, das ist alles entsetzlich kompliziert?

Ja. Das mag sein. Aber darin besteht eben die Kunst des Planens [meine Empfehlung: Planen Sie auf
Wochenbasis]. Und bedenken Sie: Es handelt sich schließlich um diejenigen Projekte, die für Sie den größten Wert besitzen, die Sie am stärksten motivieren und die Ihnen zu wertebasiertem Glück verhelfen.
Behalten Sie also Ihre Kraft; bleiben Sie am Ball und geben Sie nicht auf.

Und nochmals: Um diesen Pfad zu beschreiten, benötigen Sie keinesfalls eine tagesgenaue Planung. Dies zu tun, wäre völlig abwegig und kontraproduktiv. Fragen Sie sich: Was kann und was werde ich für meine Projekte in der nächsten Woche tun?

Und bleiben Sie flexibel für die Dinge, die Sie nicht planen können. Wählen Sie für Ihre Projekte zum Beispiel 5 Stunden pro Tag und den Tagesrest für Ungeplantes. Oder Sie arbeiten für Ihre Projekte von Montags bis Donnerstags und nehmen den Freitag für Ungeplantes. Wie Sie sich entscheiden, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab.

Ich passiere der Welt.
Wenn Sie dem hier beschriebenen Weg folgen mögen, bekommen Sie eine sehr klare Vorstellung für Ihre nächsten Jahre. Mein primäres Ziel für die nächsten Jahre ist es, ein glücklicheres Leben zu führen und diesen Weg werde ich konsequent verfolgen.

Natürlich sind wir nie alleine. Da ist die Familie, da sind die Freunde, Arbeitskollegen und Chefs. Um konsequent Ihren (neuen) Weg zu gehen werden Sie von Zeit zu Zeit verhandeln müssen. Und Sie werden möglicherweise lernen müssen, des Öfteren „NEIN“ zu sagen.
Aber man wird bemerken, dass Sie mehr und mehr dazu übergehen, Ihr eigenes Leben zu führen.
Und das ist es, was ich meine mit „Ich passiere der Welt“.

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Post 12 : Kompetenzen und Lernkultur

Changelifecoaching ist entstanden aus 30 Jahren Berufserfahrung.
Ich habe für mich herausgefunden, dass ich etwas Gutes und Nützliches besser tun kann, wenn ich
- besser weiß, wer ich wirklich bin und was ich wirklich will
- meine Fähigkeiten verbessere, das Richtige richtig zu tun und, falls erforderlich
- meine Beziehungen zu den Menschen verbessere, die mir und die für mich wichtig sind.

Um herauszufinden, wer Sie sind und was Sie wollen, ist es nützlich, mehr über Motivation und Glück zu lernen. Hier sind meine wesentlichen Quellen die Arbeiten von Seligmann, Reiss, Erich Fromm und anderen. Sich hiermit intensiv zu beschäftigen hat mir geholfen (und tut es noch), eine positive Attitude zu erlangen und meine persönliche Entwicklung in die von mir als richtig erachtete Richtung zu treiben. Zunehmend mehr das Richtige richtig zu tun: Hier hilft eine gute Kenntnis von Projektmanagement.

Projektmanagement ist „Plan the Work“ und „Work the Plan“.
Die Kunst des Projektmanagements besteht darin, beides in angemessener Weise zu tun.
Es ist weder hilfreich, zu viel und zu genau zu planen, noch ist es empfehlenswert, mit der Ausführung zu früh zu beginnen.

Um Ihre Beziehungen zu anderen Menschen zu verbessern, ist es hilfreich, das Konzept Empathie zu kennen. Bis heute ist sehr viel an interdisziplinärer Forschung geschehen, um das Konzept besser zu verstehen. Und da alle zwischenmenschliche Beziehung auf Kommunikation beruht, ist die Frage zu beantworten: „Wie kann das Konzept Empathie unsere kommunikativen Fähigkeiten verbessern?“.

Auf diesen Erkenntnissen und den Beobachtungen unserer Lernkultur (Kindergärten, Schulen, Universitäten etc.) habe ich eine sehr hohe Motivation für eines meiner Projekte, welches ich „Programm Schule“ genannt habe. Ich bin sicher, dass unsere Kinder an den Schulen und Universitäten nur wenig über Empathie, Glück, Motivation und Planung lernen, wenn überhaupt.
An den Universitäten werden zahlreiche Bachelor- und Masterstudiengänge angeboten, alle mit dem Ziel, den jungen Erwachsenen eine Menge Fachwissen in möglichst kurzer Zeit zu vermitteln. Und unsere freie Wirtschaft hat den „War for Talents“, den Kampf um die Besten.

Die Themen, für die ich hier stehe, werden so, in dieser Art, in keinem Bachelor- oder Masterstudiengang angeboten.
Konsequenterweise investieren große Unternehmen eine Menge Geld in die Ausbildung Ihrer jungen Leute in diesen Themen. Das trägt manchmal auch traurige Züge, wenn ich erlebe, dass die Behandlung von Konflikten in Teams über ein 7-minütiges (!!!) WEB-Based Training , also per Computer, gelernt werden soll.
So überlege ich also, ein Qualifizierungsprogramm zu entwickeln, dass unseren jungen Leuten möglicherweise in der Zeit zwischen Schulschluss und Arbeits- oder Studienbeginn die hier genannten Themen vermittelt.

Und so werde ich in meinen nächsten Postings diese Idee mit Hilfe von Projektmanagement weiter präzieren und konkretisieren.

Bleiben Sie dran ;-)

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Blog_02: Realitätsmodell, Selbstkonzept, Komfortzone

Post_01: Wie kommen wir an unsere Komfortzone?

 

 

Das erste Bild zeigt, wie wir mit Realität umgehen.
Dazu gehört alles, was wir über unsere Sinnesorgane aufnehmen können und dazu gehören auch unsere Emotionen und Gedanken, die wir im Moment der Wahrnehmung habe. In diesem Moment ist das, was wir wahrnehmen, Gegenstand unseres Bewußtseins. Wir können sehr fokussiert wahrnehmen oder auch "sehr breit".
Zum Beispiel  nehmen wir, wenn wir Auto fahren, vieles sehr breit wahr. Bäume, Häuser, andere Menschen, Autos, das Alles "rauscht an uns vorrüber", rauscht an unserem Bewußtsein vorbei und hinterläßt in der Regel keinen nachhaltigen Eindruck.
Auf einmal sehen sie etwas, das Ihre Aufmerksamkeit gefangen nimmt. Ihr Bewußtsein fokussiert. Sie bemsen, halten an, steigen aus, gehen zurück und sehen möglichweise einen Hund, um den sich offensichtlich niemand kümmert.
Das, was Sie jetzt tun, gedanklich und emotional, bleibt mit all seinen Bildern, Geräuschen, Gerüchen etc. in Ihrem Bewußtsein erhalten.
Das gleiche passiert, wenn sie in Ihrem Büro etwas erleben, das Ihnen "an die Nieren geht", womit Sie sich sehr schlecht fühlen. Auch das bleibt in Ihnen immer wieder abrufbar vorhanden. Sie möchten eine solche Situation möglichst nicht noch einmal erleben und stecken eine enorme Energie in Aktivitäten, die dazu beitragen sollen, dass Ihnen so etwas nicht noch einmal passiert. Sie geben z.B. demjenigen eine diesbezügliche Rückmeldung und hoffen, denjenigen damit so zu beeinflussen, dass er sich künftig Ihnen gegenüber so verhält, dass Sie sich wohl fühlen.
Dies tun wir alle von klein an. Wir sind alle bemüht, uns ein Modell der Wirklichkeit zu erschaffen, in dem WIR uns wohl und sicher fühlen. Dies tun wir über den oben geschilderten Mechanismus der fokussierten Wahrnehmung. Und so bildet sich im Lauf der Jahre ein Wirklichkeitsmodell heraus, das wir mit anderen Worten unsere "Komfortzone" nennen.
Innerhalb unserer Komfortzone fühlen wir uns gut und sicher. Wenn etwas passiert, was nicht unserem Wirklichkeitmodell, unserem Selbstkonzept, unserer Komfortzone entspricht, geraten wir in Stress, fühlen uns unsicher und fürchten Kontrollverlust.
Und genau das ist der Grund, warum wir Menschen uns mit Veränderungen so schwer tun.
Und warum es überall heißt: "Weiterentwickeln kann man sich nur, ausserhalb seiner Komfortzone.

Bleiben Sie dran....es geht weiter.

Thema Selbstkonzept / Komfortzone

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"Es ist nicht die stärkste Spezie die überlebt, auch nicht die intelligenteste, es ist diejenige, die sich am ehesten dem Wandel anpassen kann." (Charles Darwin)